Integrierte Meeresaquakultur

 

 


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Der Weltverbrauch an Meerestieren (Fische, Krebse, Muscheln) beträgt jährlich 120 Millionen Tonnen. Davon wird schon ein Viertel aus Aquakultur gewonnen, und die Tendenz steigt, denn die Meere sind weitgehend leergefischt. Aqua-Monokulturen von Meerestieren düngen (eutrophieren) aber weltweit mit überzähligen Mineral-Nährstoffen wie Ammonium, Nitrat und Phosphat die küstennnahen Meeresgebiete, was im Sommer zu ungewünschten Massenentwicklungen von mitunter giftigen Mikroalgen führten kann (Algenblüten).

Bei der ökologischen (oder integrierten) Aquakultur werden Kulturen von Meerestieren mit Meerespflanzen, nämlich marinen Großalgen (Tange oder Makroalgen), durch Wasserkreislauf zusammengeschaltet. Wie in der integrierten Landwirtschaft beseitigen die Pflanzen die überzähligen Mineral-Nährstoffe der Tiere durch Einbau in pflanzliche Biomasse. Besonders wichtig ist die Beseitigung von im Wasser gelösten Ammonium, denn zu jedem Ammonium-Gehalt gehört auch ein Gehalt des gasförmig im Wasser gelösten Zellgiftes Ammoniak. Die Algen erhalten aus den Tier-Tanks nicht nur die wertvollen Mineral-Nährstoffe sondern auch das bei der Atmung der Tiere abgegebene Kohlendioxid, das von den Algen als Kohlenstoff in die Pflanzenbiomasse eingebaut wird. Das Wasser aus den Algentanks begünstigt die Tiere zudem nicht nur weil es arm Nährstoffen ist, sondern auch reich an Sauerstoff, der bei der Photosynthese der Algen entsteht. Es ist also günstig, zwei Monokulturen zu einer zweigliedrigen Polykultur zusammenzuschalten, und das Motto lautet: Der Abfallstoff des einen Partners wird zum wertvollen Rohstoff des nächsten Partners.

Die Integration der Kulturen von Tieren mit Pflanzen in der ökologischen marinen Aquakultur verhindert

(1) die Überdüngung der Meere durch die weltweit anwachsende Tier-Aquakultur,

(2) das Ansteigen von schädlichem Ammonium mit zugehörigen Ammoniakgas im Wasser der Tierkulturen,

und (3) erhält man die Algen als kommerziell wertvollen Pflanzenrohstoff.